Am 11. März fand in der Karlsburg in Durlach ein besonderes Fastenbrechen statt, das eindrucksvoll zeigte, wie gelebte Vielfalt und Dialog in Karlsruhe aussehen können. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Deutschsprachigen Muslimkreis Karlsruhe e. V. mit Unterstützung der Stadt Karlsruhe und der Evangelischen Kirche Karlsruhe.
Der Abend brachte Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Zahlreiche Stadt- und Gemeinderätinnen und -räte aus nahezu allen Fraktionen nahmen teil und unterstrichen damit die Bedeutung solcher Begegnungsformate für das gesellschaftliche Miteinander in der Stadt.
Besonders bemerkenswert war auch die breite religiöse und kulturelle Vielfalt unter den Gästen. Neben muslimischen Vertreterinnen und Vertretern waren auch jüdische, christliche, buddhistische und hinduistische Vertreterinnen und Vertreter anwesend. Ebenso nahmen zahlreiche Persönlichkeiten aus Kultur und Wissenschaft teil. Viele Imame sowie Gemeindevorsitzende der Karlsruher Moscheegemeinden waren ebenfalls vertreten und trugen zur besonderen Atmosphäre des Abends bei.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Rede von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, der die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Karlsruhe hervorhob. In seiner Ansprache betonte er, wie wichtig gegenseitiger Respekt, Dialogbereitschaft und gemeinsame Begegnungsräume für eine vielfältige Stadtgesellschaft sind.
Ein weiterer wichtiger Impuls kam von Dr. Thomas Schalla, Dekan der evangelischen Kirche in Karlsruhe. Er stellte die Initiative „Rat der Religionen“ vor, die den interreligiösen Austausch in Karlsruhe weiter stärken und institutionell verankern soll. Ziel dieser Initiative ist es, Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften dauerhaft miteinander ins Gespräch zu bringen und gemeinsame Beiträge für das gesellschaftliche Zusammenleben zu entwickeln.
Das gemeinsame Fastenbrechen bot schließlich nicht nur Raum für Gespräche, sondern auch für persönliche Begegnungen über religiöse und kulturelle Grenzen hinweg. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen häufig betont werden, wurde an diesem Abend sichtbar, wie wichtig und wertvoll Formate des Dialogs und der Gemeinschaft sind.
Der Abend in der Karlsburg Durlach machte deutlich: Vielfalt ist in Karlsruhe nicht nur ein Begriff, sondern gelebte Realität – getragen von Menschen, die bereit sind, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Verantwortung für das gesellschaftliche Miteinander zu übernehmen.
Foto: Michael M. Roth, MichaMedia









Ein sehr schöner Artikel, lieber Ibrahim!Ein schöner Artikel über einen sehr sehr schönen Abend.Beim Einschlafen dachte ich noch, dass ich an diesem Abend sowohl prozentual wie absolut mit sehr viel mehr mir lieben Menschen gesprochen (und zwar wirklich gesprochen und nicht nur gesmalltalkt oder nur über Unpersönliches geredet…!) habe (und mit vielen genauso lieben gar nicht reden konnte, weil man sich ja nicht vierteilen kann) wie bei 90 Prozent aller „Anlässe“ und auch bei Familienfesten (was zugegeben auch was über meine Familien- und Kollegenbindung und meine sozialen Qualitäten aussagt….). Aber so lange ich selbst als Agnostiker eine so wunderbare (interreligiöse) „Wahlfamilie“ haben darf, ist das doch wunderbar!Herzlichen Dank, liebe Freunde!ChristophP.S.: Beim ersten Bild musste ich wirklich lange rätseln, was denn Frank da für ne komische lila Perücke trug (und warum mir das gestern nicht aufgefallen war – er saß da ja sogar am gleichen Tisch wie ich…). Dann erst erinnerte ich mich an die etwas unvorteilhafte Anstrahlung der Redner*innen… 😀Christoph RappRiefstahlstr. 1276133 Karlsruherapp.christoph@web.de0173/2459540„Wir können aus der Erde keinen Himmel machen. Aber jeder von uns kann etwas tun, dass sie nicht zur Hölle wird.“ Fritz BauerVon meinem Samsung Galaxy Smartphone gesendet.