Die göttliche Beziehung zur Schöpfung im Koran: Monotheismus, Mensch und Verantwortung

In diesem Beitrag wird die Darstellung der Beziehung zwischen Gott und der Schöpfung im Koran untersucht. Es wird argumentiert, dass die Betrachtung der Schöpfung ohne die theologische Erkenntnis der göttlichen Verbindung zu einem zusammenhanglosen und disparaten Bild des Universums führen würde. Das koranische Konzept des Monotheismus (at-tauḥīd) wird als eine Vereinigung der Elemente der Schöpfung zu einem kohärenten Ganzen dargestellt, wodurch die Existenz eines Schöpfergottes bestätigt wird. Der Mensch, erschaffen aus Erde und Wasser und mit einer Seele ausgestattet, trägt aufgrund seiner Fähigkeit zur kreativen Auseinandersetzung mit der Außenwelt eine besondere Verantwortung. Zudem wird die Bedeutung eines harmonischen Zusammenspiels von empirischer Beobachtung und Spiritualität betont, um eine tiefere Verbindung zur Schöpfung und zur göttlichen Realität zu fördern.

Dieser Beitrag ist in dem Sammelband „Schöpfung für das Leben – Schöpfungsspiritualitäten in Deutschland im Dialog“ enthalten, der 2024 im Grünewald Verlag veröffentlicht wurde.

Hinterlasse einen Kommentar